(Unveröffentlichter) Artikel für Norr!

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October 11, 2014 by markusbuessecker

Dieser Artikel ist in Malmö enstanden und nimmt das Trendviertel “Västra Hamnen” unter die Lupe. Leider habe ich verpasst, die notwendigen Fotos zu machen. Deshalb wird er nicht abgedruckt. Aber endlich auch mal was zum Lesen für alle.

This article is written in Malmö/Swede and is focused on thhe trendy quarter “Västra Hamnen. Unfortunately, I missed to take the needed pictures for publciation. That is why it won´t be available in the magazine. But finally something to reead for everyone. Google translate might help as well!

Ökologisch hip ist hier

Västra Hamnen heißt das Viertel im Norden von Malmö, das in den letzten Jahren zum Inbegriff für trendiges und gleichzeitig umweltbewusstes Wohnen geworden ist. Aber auch für Touristen lohnt sich ein Streifzug durch den Stadtteil; am besten mit Badehose im Gepäck.

Scaniabadet_büm

Mit dem Bus der Linie 2 sind es gerade mal zehn Minuten vom Hauptbahnhof Malmös, der Centralstationen, nach Västra Hamnen. Nur unwesentlich länger dauert es mit dem Fahrrad. Der Westhafen war lange ein typisches Industriegebiet ehe die ehrgeizigen Schweden im Rahmen der Bauausstellung „BO 01“ im Jahr 2001 damit begannen, den Stadtteil komplett aufzupolieren.

Das Schlagwort war damals nachhaltige Stadtarchitektur, die vor allem ökologischen Maßstäben gerecht werden sollte. So war es ein Ziel, das gesamte Viertel komplett mit Energie aus erneuerbaren Quellen zu versorgen. Dazu kamen großangelegte Grünflächen und die Nähe zum Meer. Bis heute hat sich an den ökologischen Ansprüchen nichts geändert. Ich mache mich auf den Weg, das Vorzeigeviertel von Malmö zu entdecken.

Architektur mit Dreh

Mit dem Turning Torso verfügt Västra Hamnen über ein weltweit bekanntes Wahrzeichen. An der gleichnamigen Haltestelle steige ich auch direkt aus und zücke die Kamera. Denn was sich da gen Himmel reckt ist wirklich imposant. Das Hochhaus wurde nach einem Entwurf des Spaniers Santiago Calatrava gebaut und ist mit 190 Metern das höchste Gebäude in Schweden. Um 90 Prozent dreht sich das Gebäude von der Basis zur Spitze. Calatrava soll von der Drehbewegung der Skulptur eines menschlichen Körpers zu seinem Entwurf inspiriert worden sein und irgendwie macht mich das Gebäude beim Betrachten leicht schwindelig. Insgesamt 150 Appartements sind darin untergebracht. Mehr hat nur der Triumph-Palace in Moskau. Wer den Turning Torso besucht, muss sich allerdings mit der Außenansicht begnügen. Zugang haben lediglich die Mieter. Das macht aber nichts, denn nicht minder spannend ist das European Village mit seinen vielen kleinen Innenhöfen und unterschiedlich gestalteten Hausfassaden in unmittelbarer Nähe. Ich habe mir zum Glück mehr als genug Zeit mitgebracht. Hektik scheint es in diesem Stadtteil sowieso nicht zu geben.

Sonnenanbeter am Örseund

Ich werde einfach das Gefühl nicht los, Urlaub im Urlaub zu machen. Während auf den Straßen kaum etwas los ist, hat sich halb Malmö schon am Strand eingefunden. Das Scaniabadet bietet eine große Holzkonstruktion zum Sonnen und Entspannen. Das Angebot wird von vielen Schweden genutzt und schnelle Abkühlung gibt es bei einem Sprung in das Meer an den Badeplattformen, die in den Öresund hineinragen. Während ich noch mit der Sonnencreme beschäftigt bin, hat sich neben mir eine Gruppe niedergelassen. Ich komme ins Gespräch mit einer jungen Frau. Jenna Niemi hat eine Straße weiter eine Wohnung mit Blick auf das Meer. Für ihr Appartement mit 68 Quadratmetern bezahlt sie immerhin stolze 1.100 Euro Miete im Monat. Für die 30-Jährige ist das aber vertretbar. „Schließlich wohne ich dort, wo andere Urlaub machen“, sagt sie mit einem Lächeln. Mit dieser Einstellung ist sie sicherlich nicht alleine. Wohnraum in Västra Hamnen ist nach wie vor heiß begehrt und die Nachfrage ungebrochen. Noch immer wird an einigen Stellen gebaut. Ökologisch hip ist nun einmal hier.

Platz mit Aussicht

Während die Strandbar hinter dem Scaniabadet immer mehr Zuspruch von den Badegästen erhält und die ersten Grills befeuert werden (auch ich bin zu einem Hot Dog eingeladen worden), breitet sich in mir eine innere Ruhe aus. Die ganze Umgebung lässt jeden Gedanken an mediterrane Strände vergessen. Wo bitte schön ist Spanien? Ich habe allerdings noch etwas vor. Ganz gelassen baue ich mein Stativ für die Kamera auf. Schließlich gibt es hier einen phantastischen Ausblick auf den Sonnenuntergang über dem Öresund. Den will ich natürlich nicht verpassen.

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